Christine Strienz

Gruppe Barrierefreies Rutesheim untersucht den Eingangsbereich des Rathaus auf Barrierefreiheit

Arbeitsgruppe „Barrierefreies Rutesheim“ inspiziert Rathaus und den Platz davor

Eine Begehung schafft Überblick über Handlungsbedarf

Unablässig arbeitet die eigens dafür gegründete Arbeitsgruppe seit diesem Frühjahr daran, den Weg zu einem barrierefreien Rutesheim zu ebnen. Sobald die Corona-Verordnung dies zuließ, fanden im Juli und August erste Ortsbegehungen in Rutesheim statt, um einen Überblick über den Handlungsbedarf zu erhalten. Die Ergebnisse und Lösungsvorschläge wurden in einem Workshop im September besprochen. Am 14. Oktober folgte nun die Begehung des Rathauses.

Bürgermeisterin Susanne Widmaier begrüßte den Termin sehr. „Das Rathaus als zentrale Anlaufstelle für unsere Bürgerinnen und Bürger ist auf unserem Weg zu einem barrierefreien Rutesheim besonders wichtig“, erklärte sie. „Ich freue mich daher, dass wir nun eine Liste mit konkreten Empfehlungen haben, wie wir den Zugang für alle so einfach wie möglich gestalten können.“

Die AG „Barrierefreies Rutesheim“ hatte sich im März erstmals getroffen, nachdem eine erfreulich große Anzahl an RutesheimerInnen dem Aufruf der Stadtverwaltung und des VdK-Ortsverbandes gefolgt war, sich dieser anzuschließen. Als Experte an Bord ist Alexander Lang, der als Rollstuhlfahrer viele der Hürden kennt, auf die Menschen mit Einschränkungen im Alltag stoßen, und der es sich mit seiner Agentur „Barrierefreies Leben“ zum Ziel gemacht hat, Kommunen auf ihrem Weg zur Barrierefreiheit zu begleiten.

Nach einer kurzen Einführung im Sitzungssaal des Rathauses fand die Begehung des Geländes und des Gebäudes statt. Die Idee dahinter war, so Alexander Lang, einen Besuch im Rathaus zu erleben, von der Ankunft am Parkplatz über den Eingang, den Eingangsbereich und den Fahrstuhl bis hin zu den öffentlichen Sanitärräumen und den Büros. Dabei wurde unter anderem auch auf die Beschilderung geachtet. Im Anschluss legte die Arbeitsgruppe im Sitzungssaal dar, was ihr bei der Begehung aufgefallen war.

Aus der Reflektion der Begehung wurde eine To-do-Liste für die Verwaltung erstellt – und sehr zur Freude der Arbeitsgruppe wurden erste Anregungen sogar bereits umgesetzt. Sonja Pross, Fachplanerin für Barrierefreies Bauen in der Agentur „Barrierefreies Leben“ bedankte sich bei Bürgermeisterin Susanne Widmaier für ihre Offenheit bei dem Workshop. „Ich finde es richtig super, wie die Dinge bei Ihnen gleich aufgenommen und auch umgesetzt werden“, lobte sie.

Text: Christine Strienz

Bilder: Barrierefreies Leben - Alexander Lang

Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Rutesheim

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