Jasmin Najiyya

Honigprodukte

Honey, Honey, Honey: Toll in der Wundversorgung

Honig erlebt derzeit ein Revival in der Wundversorgung. Welche Effekte Honig in der Wundversorgung hat, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Der wundheilungsfördernde Effekt von Honig war schon im alten Ägypten bekannt und geschätzt. In Deutschland war Honig seit dem Mittelalter als Heilmittel etabliert und wurde vor allem bei entzündeten Wunden in Krankenhäusern und Lazaretten verwendet.

Mit der Entdeckung der Antibiotika im Jahr 1928 durch A. Flemming geriet die antibiotische Wirkung des Honigs immer mehr in Vergessenheit. Vor circa 15 Jahren erlebte Honig sein Revival in der Wundversorgung. Die Anwendung erfolgte nun, nach den RKI-Richtlinien, in steriler Form.

 

Applikationsformen können sein:
-          Mit Honig beschichtete Acetatgitter; bzw. Viskosegitter
-          Honig in Hydrogelform
-          Alginat, versetzt mit Honig

Wie unterstützt der sogenannte Medi Honey die Wundheilung?

Maßgeblich unterstützt die Wundheilung die hohe Zuckerkonzentration des Honigs, welche Flüssigkeit osmotisch aus dem umgebenden Gewebe zieht. Dadurch werden Wundödeme verringert und mit der vermehrten Exsudatbildung die autolytische Wundreinigung unterstützt. Gleichzeitig werden Zelltrümmer und Bakterien aus der Wunde geschwemmt. Dasselbe physikalische Gesetz der Osmose wirkt auch auf das einzelne Bakterium. Den Bakterien auf dem Wundgrund wird so die Lebensgrundlage, das Wasser, entzogen und sie gehen zugrunde.

Ein weiterer wertvoller Honig-Inhaltsstoff ist das Enzym Glukoseoxidase, welches auf dem Wundgrund kleinste Mengen an Wasserstoffperoxid bildet. Dieses hat bekannterweise eine desinfizierende Wirkung.

Viele weitere Inhaltsstoffe, wie wertvolle Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine unterstützen zusätzlich den Wundheilungsprozess.